Gönnersdorf

Vulkaneifel
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Allerlei

Die Pest

Es gibt die Sage, dass in Gönnersdorf die Pest besonders schlimm wütete. Der damalige Pfarrer Giesen (1652 bis 1674 leitete er die Pfarrei) soll vom Giesenberg (nach ihm benannt) aus Gönnersdorf den Segen erteilt haben, wonach die Pest zurückgegangen sein soll.

Beim Bau und Umbau des "Schilkeshauses" (1816 und 1876) wurden menschliche Skelette gefunden, die aus dieser Zeit stammen könnten. Doch das sind alles nur Vermutungen, wissenschaftliche Belege für den Wahrheitsgehalt dieser Sage, die im Laufe der Zeit immer mehr ausgeschmückt wurde, gibt es nicht.

 

 

Mittelalterliche Darstellung der Pest
Mittelalterliche Darstellung der Pest

Der ehemalige Ortsteil Krim

Im Jahr 1930 wurde der Ortsteil Krim von Gönnersdorf abgetrennt und gehört seitdem zur Ortsgemeinde Jünkerath.

Der Name "Krim" mutet bizarr an - niemand kann sich sein Zustandekommen heute erklären. Mit seinem Eintrag in die Schulchronik aus dem Jahr 1899 lüftet der damalige Lehrer Schon das Geheimnis:
"Vor fünfzig Jahren stand in der Krim nur ein Häuschen. Dies hieß aber nicht Krim, sondern wie heute noch der ganze Flur "Tötbach". Zur Zeit des Krimkrieges (1853 bis 1856) hatte ein damals viel gesungenes Lied folgenden Refrain: "In der Krim, in der Krim, da gehts heut schlimm." In dem vorgenannten Häuschen wurde eine Wirtschaft betrieben und schlimm ging es mitunter Tag und Nacht dort zu. Der Volkswitz übertrug den Namen der Halbinsel auf die Wirtschaft und heute heißt der nachher entstandene Ort allgemein: "Die Krim"."

 

Ein nicht mehr vorhandenes Naturdenkmal

Vor der Neugründung des Ortes Jünkerath gab es keine natürliche Grenzmarke zwischen den Orten Gönnersdorf und Feusdorf. Die Grenze erstreckte sich auf der Linie des verlängerten Tötbaches durch die Kyllaue auf dem heutigen Haldengelände der Firma Demag Ergotech.

Weil eine natürliche Grenzmarke fehlte, pflanzte man eine Buche. Der mächtige Baum (der Stamm konnte von 4 erwachsenen Männern nur knapp umfassen werden) wurde 1944/45 durch amerikanischen Artilleriebeschuss sehr stark beschädigt. 25 Jahr später war sie vollkommen verschwunden.

 

Die Grenzbuche im Jahr 1923 mit Josef Heinzen
Die Grenzbuche im Jahr 1923 mit Josef Heinzen

 

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